Unter diesem Begriff ist der Wettbewerb, über den wir heute berichten wollen, natürlich nicht bekannt geworden. „Dichter-Schlacht“ wäre eine wortwörtliche Übersetzung aus dem Englischen. Die Rede ist vom Poetry-Slam. Beim ihm treten die Redner der Reihe nach vor einem Publikum auf, dass gleichzeitig auch als Jury fungiert. Es gilt somit für die Protagonisten, den ganzen Saal zu begeistern. Dies tun sie auf ihre eigene Art und Weise. Denn es kommt nicht nur auf das gesprochene Wort an, sondern auch auf die Darbietung als Ganzes. Auch hier hat sich der englische Begriff durchgesetzt, man spricht von der Performance. Diese kann sehr theatralisch, aber zuweilen auch sehr akrobatisch sein.

Authentizität setzt sich durch

Bei der Performance gilt es die richtige Mischung zu finden, die dem eigenen Typ entspricht. Es gewinnt nicht immer der, der die wildeste Einlage liefert. Hier kann der Schuss auch schnell nach hinten losgehen, wenn es jemand zu arg übertreibt. Das Publikum merkt sehr schnell, ob ein Beitrag Authentizität versprüht oder nur aufgesagt, vorgetragen oder gekünstelt gespielt wird. Wer gewinnen will, der darf sich nicht davon beirren lassen was seine Konkurrenten abliefern. Der Fokus sollte stets auf die eigene Performance gelegt werden, dann stehen die Chancen für einen Gesamtsieg gut.

Es geht auch zu zweit oder zu dritt

Beim Poetry Slam treten auch gerne Kombos auf. Es kann für die Zuschauer ebenfalls sehr unterhaltsam sein, wenn sich mehrere Redner auf der Bühne den Ball gegenseitig zuspielen. Hier entsteht Raum für sehr viel Wortwitz und Wortspiele. Nicht selten landen solche Beiträge am Ende des Abends ganz oben auf dem Podest. Es ist ein Stück weit mit dem Improvisationstheater zu vergleichen, auch hier spielen die Darsteller miteinander ohne genau zu wissen, was als Nächstes kommt.

Generell lässt sich sagen, dass die Beiträge alle sehr modern sind und eine urbane Sprache sprechen. Das Publikum ist daher jung, die Qualität ist stets hoch und die Demonstrationen der Künstler oft bemerkenswert. Sie brauchen keinen Vergleich zu scheuen.